The Project Gutenberg EBook of Das Grabmal des Theoderich zu Ravenna und
seine Stellung in der Architekturgeschichte by Bruno Schulz



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Title: Das Grabmal des Theoderich zu Ravenna und seine Stellung in der
       Architekturgeschichte

Author: Bruno Schulz

Release Date: March 1, 2010 [Ebook #31461]

Language: German

Character set encoding: ISO 8859-1


***START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS GRABMAL DES THEODERICH ZU RAVENNA UND SEINE STELLUNG IN DER ARCHITEKTURGESCHICHTE***





                            MANNUS-BIBLIOTHEK
                             herausgegeben
                   von Professor Dr. Gustaf Kossinna
                                  No. 3.

                                   Das
                    Grabmal des Theoderich zu Ravenna
             und seine Stellung in der Architekturgeschichte

                                   Von
                              Bruno Schulz
   ord. Professor fr Architektur an der Kgl. Technischen Hochschule zu
                                 Hannover

                Mit 34 Textabbildungen und einem Titelbild

                                Wrzburg
                             Curt Kabitzsch
                                  1911.





                "*Mannus*", Zeitschrift fr Vorgeschichte
            herausgegeben von *Professor Dr. Gustaf Kossinna*.

 Jhrlich etwa 3-4 Hefte in zwangloser Folge, die zusammen einen Band von
ca. 20 Druckbogen mit ebensoviel Tafeln und reichlichen Textillustrationen
               bilden. Einzelne Hefte sind nicht kuflich.
       _Abonnementspreis pro Jahr M. 16.-, Einbanddecken  M. 1.-._

  *Inhalts-Verzeichnis des I. Bandes* (IV u. 350 S. mit 38 Tafeln u. 221
                            Textabbildungen):

*Geleitwort.* - *Grndungsbericht* und *Satzungen* der Deutschen
Gesellschaft fr Vorgeschichte. - I. Abhandlungen: _Kossinna_*, G.*,
(Berlin), *Der Ursprung der Urfinnen und der Urindogermanen und ihre
Ausbreitung nach dem Osten*. I. Urfinnen und Nordindogermanen. Mit 25
Textabbildungen und 11 Tafeln. - _Kossinna_*, G.*, (Berlin), *Der Ursprung
der Urfinnen und der Urindogermanen und ihre Ausbreitung nach dem Osten*.
II. Nordindogermanen und Sdindogermanen. Mit 22 Textabbildungen und 13
Tafeln. - _Montelius_*, O.*, (Stockholm), *Das Sonnenrad und das
christliche Kreuz I*. Mit 40 Textabbildungen. - _Montelius_*, O.*,
(Stockholm), *Das Sonnenrad und das christliche Kreuz II*. (Fortsetzung
und Schluss). Mit 32 Textabbildungen. - _Devoir_*, A.*, (Brest),
*Urzeitliche Astronomie in Westeuropa*. Mit 4 Textabbildungen und 3
Tafeln. - _Rademacher_*, C.*, (Kln), *Die germanische Dorfanlage der
Kaiserzeit* am Fliegenberge bei Troisdorf, Siegkreis, Reg.-Bez. Kln. Mit
4 Textabbildungen und 1 Tafel. - _Schmidt_*, R. R.*, (Tbingen), *Das
Aurignacien in Deutschland*. Vergleichende Stratigraphie des lteren
Jungpalolithikum. Mit 3 Tafeln. - _Weinzierl_*, R. R. von*,
(Teplitz-Schnau), *bersicht ber die Forschungsergebnisse in
Nordbhmen*. Mit 32 Textabbildungen und 1 Portrt. - _Rieken_*, K.*,
(Kottbus), *Drei Holzbrandpltze mit Steinkern aus der Bronzezeit*. Aus
der stdt. Abteilung des Niederlausitzer Museums fr Altertumskunde in
Kottbus N.-L. Mit 11 Textabbildungen und 1 Tafel. - II. Mitteilungen:
_Goetze_*, A.*, (Berlin), *Ostgotische Helme und symbolische Zeichen*. Mit
4 Textabbildungen und 1 Tafel. - _Hess von Wichdorff_*, H.*, (Berlin),
*ber die ersten Anfnge vorgeschichtlicher Erkenntnis im Ausgange des
Mittelalters*. Ein Beitrag zur Geschichte der vorgeschichtlichen
Wissenschaft. - _Kossinna_*, G.*, (Berlin), Vergessener Bericht ber ein
Urnengrberfeld der Latnezeit (?) in Ermsleben, Mansfelder Gebirgskreis,
vom Jahre 1710. Mit 1 Textabbildung. - _Schneider_*, H.*, (Leipzig),
*Rassereinheit und Kultur*. - _Wilke_*, G.*, (Chemnitz), *Der neue
Skelettfund des Homo Aurignacensis Hauseri*. Mit 1 Textabbildung. -
_Beltz_*, R.*, (Schwerin), *Einige seltenere steinzeitliche Funde aus
Mecklenburg*. Mit 2 Textabbildungen und 1 Tafel. - _Mller-Brauel_*, H.*,
(Zeven), *Der "Hexenberg" am Wege Brauel-Offensen, Kr. Zeven*. Ein
steinzeitlicher Grabhgel. Fundbericht von 1891. Mit 16 Textabbildungen
und 1 Tafel. - _Waase_*, K.*, (Neu-Ruppin), *Mritzscher Funde*.
Urnengrberfunde aus der Leipziger Tieflandbucht. Mit 2 Tafeln. -
_Hekler_*, A.*, (Budapest), *Eine neue Bronzebste eines Germanen*. Mit 1
Textabbildung. - _Schmidt_*, H.*, (Lbau), *Ergebnis meiner Wallforschung
auf dem Breitenberge bei Striegau in Schlesien*. Mit 2 Textabbildungen. -
_Voges, Th._, *Vorgeschichte des Dorfes Beierstedt bei Jerxheim*. - III.
Aus Museen und Vereinen: _Kiekebusch_*, A.*, (Berlin), Die
vorgeschichtliche Abteilung des Mrkischen Museums der Stadt Berlin. Mit 5
Textabbildungen. - _Blume_*, E.*, (Posen), *Aus der Provinz Posen*.
Erwerbungen des Kaiser Friedrich-Museums zu Posen. Juli-Dezember 1908. -
_Blume_*, E.*, (Posen), *Aus der Provinz Posen*. Erwerbungen des Kaiser
Friedrich-Museums zu Posen vom Januar bis Juni 1909. Mit 3
Textabbildungen. - _Gnther_*, A.*, (Koblenz), *Das Museum des Kunst-,
Kunstgewerbe- und Altertums-Vereins fr den Regierungsbezirk Coblenz*. -
_Rademacher_*, C.*, (Kln), *Prhistorisches Museum zu Kln*. - _Funse_*,
F.*, (Braunschweig), *Stdtisches Museum Braunschweig*. Mit 3
Textabbildungen. - Deutsche Gesellschaft Naturw.-Abt. in Posen. Vortrag:
_Blume_, Die chronologische und ethnographische Methode der vorgeschichtl.
Forschung. - Socit prhistorique de France. - Sitzungsberichte der
Berliner Zweiggesellschaft der Deutschen Gesellschaft fr Vorgeschichte. -
IV. Bcherbesprechungen. - V. Nachrichten. (Mit 3 Portrts u. 1 Tafel.)

  *Inhalts-Verzeichnis des II. Bandes* (IV u. 363 S. mit 17 Taf. u. 278
                            Textabbildungen):

I. Abhandlungen: _Rademacher_*, C.*, (Kln), *Germanische Grber der
Kaiserzeit* am Fliegenberge bei Troisdorf, Siegkreis, Reg.-Bez. Kln. Mit
14 Textabbildungen und 4 Tafeln. - _Montelius_*, O.*, (Stockholm),
*Naturrevolutionen in Mittel-Italien vor dreitausend Jahren*. Mit 20
Textabbildungen. - _Gnther_*, A.*, (Coblenz), *Zur Entstehungs- und
Besiedlungsgeschichte des Neuwieder Beckens*. Mit 18 Textabbildungen und 5
Tafeln. I. - _Kossinna_*, G.*, (Berlin), *Der Ursprung der Urfinnen und
Urindogermanen und ihre Ausbreitung nach Osten*. III. Nordindogermanen und
Sdindogermanen. Mit 71 Textabbildungen und 1 Karte. - _Frdin_*, O.*,
(Stockholm), *Ein schwedischer Pfahlbau aus der Steinzeit*. Mit 80
Textabbildungen. - II. Mitteilungen: _Berner_*, U.*, (Berlin), *Rasse,
Rassenmischung und Begabung*. - _Bieder_*, Th.*, (Hamburg), *Die deutsche
Rassenforschung und ihre Ausprgung in Dr. L. Woltmann*. - _Kossinna_*,
G.*, (Berlin), *Zum Homo Aurignacensis*. Mit 1 Tafel. - _Auerbach_*, A.*,
(Gera), *Tardenoisien in Ostthringen*. Mit 9 Textabbildungen. -
_Gnther_*, A.*, (Coblenz), *Zwei Zonenbecher aus Urmitz*. Mit 3
Textabbildungen. - _Bezzenberger_*, A.*, (Knigsberg), *Zur Geschichte der
Sichel*. Mit 3 Textabbildungen. - _Waase_*, K.*, (Neu-Ruppin), *Kantower
Funde*. Mit 5 Tafeln. - _Hindenburg_*, W.*, (Grossbeeren), *Neue Funde der
Latne-Zeit aus dem Kreise Teltow*. Mit 21 Textabbildungen. - _Krause_*,
E. H. L.*, (Strassburg), *Spelz- und Alemannengrenze*. - _Kossinna_*, G.*,
(Berlin), *Zur Wochengttervase vom Fliegenberg bei Troisdorf, Siegkreis*.
Mit 5 Textabbildungen. - _Solger_*, Fr.*, (Peking), *Das Klima
Norddeutschlands seit der Eiszeit*. Mit 5 Textabbildungen. - _Mtefindt_*,
H.*, (Wernigerode), *Das Dreiperiodensystem*. - _Kossinna_*, G.*,
(Berlin), *Zum Dreiperiodensystem*. - _Jacob_*, K. H.*, (Leipzig),
*Bronzegefss oder Stockknopf?* Mit 2 Textabbildungen. - III. Aus Museen
und Vereinen: _Beltz_*, R.*, (Schwerin), *Vorgeschichtliche Funde und
Untersuchungen in Mecklenburg*. 1907-1909. Mit 9 Textabbildungen. -
_Schultze_*, **M.*, (Bromberg), *Bericht ber Neueingnge des Jahres 1909
in der vorgeschichtlichen Sammlung im Museum der historischen Gesellschaft
zu Bromberg*. Mit 20 Textabbildungen. - Berliner Zweiggesellschaft der
Deutschen Gesellschaft fr Vorgeschichte. Ausflug nach Seddin. -
_Kossinna_*, G.*, (Berlin), Ansprache ber die kulturgeschichtliche
Stellung der Prignitz in der Vorzeit. Mit 6 Textabbildungen und 1 Tafel. -
Sitzungsberichte. - IV. Bcherbesprechungen. - V. Nachrichten. (Mit 2
Portrts.) - VI. Mitglieder-Verzeichnis.

                          *I. Ergnzungsband:*
   *Bericht ber die I. Hauptversammlung der Deutschen Gesellschaft fr
                             Vorgeschichte*
   zu Hannover, 6. bis 9. August 1909, herausgegeben von *Professor Dr.
                            Gustaf Kossinna*.
  IV u. 107 S. mit 2 Tafeln und 4 Abbildungen im Text. - Preis Mk. 4.-,
                          Einbanddecke M. 1.-.
 _Vorzugspreis_ fr Mitglieder der Gesellschaft und Abonnenten des Mannus
                                _Mk. 3.-._

_Inhalt_: Ansprachen und Weihereden. - *Festmahl*: Auffhrungen. -
*Vortrge*: _Kossinna_, ber vorgeschichtlichen Handel in Mitteleuropa. -
_Reimers_, Vorgeschichtsforschung und Denkmalpflege. - _Hfer_, Die
Erforschung mittelalterlicher Burgen. - _Olbricht_, Das Klima der
postbaltischen Zeit und die vorgeschichtliche Chronologie. - _Schwantes_,
Slawische Skelettgrber bei Rassau (Provinz Hannover). - _Feyerabend_, Die
Entstehung der Schlackenwlle und die verschiedenen Typen der Burgwlle in
der Oberlausitz. - _Kiekebusch_, Die wichtigsten Bronzezeitfunde des
Mrkischen Museums der Stadt Berlin. - _Schmidt_, Die sptpalolithischen
Bestattungen der Ofnet. - _Schulz_, Das Theoderichgrabmal zu Ravenna und
seine Stellung in der Architekturgeschichte. - _Bezzenberger_,
Ostpreussische Grenzbeziehungen. - _Knoke_, Wanderung ber das
Schlachtfeld des Teutoburger Waldes. - Diluvialarchologische _Konferenz_.
- *Ausflge*: 1. In die Lneburger Heide, nach Wohlde und zu den Sieben
Steinhusern bei Sdbostel (8. August). 2. Ins Wesergebirge und in den
Teutoburger Wald. Exkurs ber den Flurnamen "Idistaviso" von Prof.
_Kossinna_. 3. Nach Sddeutschland zum Besuch neugeordneter Sammlungen des
deutschen Palolithikums (13.-16. August). - _Schmidt_, Geologische und
archologische Ergebnisse seiner seit 1896 vorgenommenen Ausgrabungen
sddeutscher Hhlen. - _Schmidt_, Die Epochen der parietalen Kunst in den
Hhlen Sdfrankreichs und Spaniens. - _Schmidt_, Die
diluvialprhistorische Sammlung deutscher Funde in Tbingen.





  [Illustration: Das Grabmal des Theoderich.
  Rekonstruktion von Bruno Schulz.]





      Darstellungen frh- und vorgeschichtlicher Kultur-, Kunst- und
                            Vlkerentwicklung
                            herausgegeben von
                      Professor Dr. Gustaf Kossinna

                               *3. Heft.*


                                  *Das*
                        *Grabmal des Theoderich*
                              *zu Ravenna*
                                   und
              seine Stellung in der Architekturgeschichte

                                   Von

                             *Bruno Schulz*
  Professor fr Architektur an der Kgl. Technischen Hochschule Hannover

Mit 34 Textabbildungen und einem Titelbild



Wrzburg
_Curt Kabitzsch (A. Stuber's Verlag)_
1911





         Knigl. Universittsdruckerei H. Strtz A.G., Wrzburg.





                               ABBILDUNGEN


Das Grabmal des Theoderich. Rekonstruktion von Bruno Schulz. [Titelbild]
Bild 1. Grab des Theoderich, Westseite. [S. 2]
Bild 2. Grab des Theoderich, Ostseite. [S. 3]
Bild 3. Das Grab des Theoderich, Rekonstruktion von Essenwein. [S. 4]
Bild 4. Das Grab des Theoderich, Rekonstruktion von Haupt. [S. 5]
Bild 5. Rekonstruktion von Durm. [S. 6]
Bild 6. Perspektivische Ansicht des Mausoleums von Halikarnass.
Rekonstruktion von J. Bhlmann. [S. 7]
Bild 7. Vergleichende Zusammenstellung des Mausoleums zu Halikarnass mit
anderen antiken Denkmlern in einheitlichem Masstabe, von J. Bhlmann. [S.
8]
Bild 8. Moles Hadriani, Rekonstruktion von Vandremer (1858). [S. 9]
Bild 9. [S. 13]
Bild 10. [S. 14]
Bild 11. Schema einer diculenreihe, in zwei Variationen. [S. 15]
Bild 12. Conchenreihe der Porta aurea des Diokletianpalastes in Spalato.
[S. 15]
Bild 13. Sarkophag vom Ende des 4. Jahrhunderts: Christus mit Aposteln. S.
Francesco, Ravenna. [S. 16]
Bild 14. S. Miquel de Lino. Sulenfuss. [S. 16]
Bild 15. Die acht gleichen Wnde des Obergeschosses. [S. 17]
Bild 16. Aedicula und Conche mit besonders eingesetzten Steinen fr die
Verdachungen, aus den Substruktionen des grossen Tempels in Baalbeck. [S.
18]
Bild 17. Das goldene Tor in Jerusalem, Feldseite. [S. 19]
Bild 18. Sulenkapitell im Museum zu Ravenna. [S. 20]
Bild 19. Die Ostseite des oberen Zehnecks. Jetziger Zustand. [S. 21]
Bild 20. Die Ostseite des oberen Zehnecks. Ursprnglicher Zustand. [S. 21]
Bild 21. Das Theoderich-Grabmal von Sden gesehen. Ursprngliche
symmetrische Umrisslinie. [S. 22]
Bild 22. Die Trwand des Obergeschosses. [S. 23]
Bild 23. Tr am sogen. skulaptempel in Spalato. [S. 24]
Bild 24. Grundriss des Obergeschosses, rekonstruiert von Bruno Schulz. [S.
25]
Bild 25. Die Nische in der Ostwand des Obergeschosses, Innenansicht und
Schnitt. [S. 26]
Bild 26. [S. 27]
Bild 27. Herstellung der verlorenen Bogen-Architektur auf Grund des
Bruchstckes im Museum zu Ravenna, nach Haupt. [S. 28]
Bild 28. Vom Diptychon des Botius zu Monza. [S. 28]
Bild 29. Aus S. Giovani in Fonte zu Ravenna, unvollstndige Darstellung
nach Haupt. [S. 30]
Bild 30. Aus S. Giovani in Fonte zu Ravenna, vollstndige Darstellung. [S.
30]
Bild 31. Der Centralbau in Binbirkilise aufgenommen und rekonstruiert von
Carl Holzmann 1904. [S. 31]
Bild 32. Centralbau von Binbirkilise nach Darstellung Durms. [S. 31]
Bild 33. Centralbau von Binbirkilise. [S. 32]
Bild 34. Binbirkilise im Jahre, 1826 nach De Laborde. Links der
Centralbau. [S. 33]






In der ungeheuren Menge von monumentalen Bauwerken aus allen Zeiten, an
denen Italien so reich ist, ist doch kaum ein zweites, das gerade fr den
Deutschen einen so ausgesprochenen Stimmungswert hat, wie das Grabmal, das
der grosse Ostgotenknig Theoderich sich vor den Toren seiner Residenz
Ravenna noch bei seinen Lebzeiten selbst errichtet hat. Alles, was wir von
Theoderich und seiner Zeit wissen und erfahren, mutet uns ja besonders an,
sind es doch Klnge aus der strmischen Jugendzeit unserer Rasse, und wir
knnen sagen, unseres Volkes. Als Dietrich von Bern ist er eine der
gewaltigsten Gestalten der deutschen Heldensage. Aber auch fr die
geschichtliche Betrachtung kann er in gewissem Sinne an die erste Stelle
unter den germanischen Frsten gestellt werden; ist er doch der erste
gewesen, der bewusst und, solange er lebte, mit Erfolg den grossen
Gedanken verfolgt hat, Erbe der rmischen Csaren zu sein in dem Sinne,
germanischem Volke unter Wahrung nationaler Eigenart das ungeheure
Kulturgut zu eigen zu machen, das die antike Welt hinterlassen hat. Das
Schicksal aber ist hart ber sein Lebenswerk hinweg geschritten und hat
wenige Jahre nach seinem Tode sein ganzes Volk vernichtet. So mischt sich
ein Gefhl tragischen Mitleides in sein Andenken, und eine Stimmung, die
an derartiges anklingt, liegt auch ber seinem Grabmal in seiner jetzigen
Gestalt und Umgebung. (Bild 1 und 2.)

  [Illustration: Bild 1. Grab des Theoderich, Westseite.]

  [Illustration: Bild 2. Grab des Theoderich, Ostseite.]

Kein Wunder also, dass gerade die deutsche Wissenschaft sich fter mit dem
eigenartigen Denkmal beschftigt und die Rtsel zu lsen versucht hat, die
es uns aufgibt. Trotzdem ist darin aber ein abschliessendes oder auch nur
vorlufig befriedigendes Ergebnis bisher nicht erzielt worden.

Unter den verschiedenen Fragen, die ein Bauwerk der kunstgeschichtlichen
Forschung zu beantworten aufgibt, muss ja an erster Stelle die Frage nach
seiner ursprnglichen vom Erbauer beabsichtigten Gestaltung stehen, denn
erst ihre Beantwortung gibt den Tatbestand, der fr Stellung und
Beantwortung weiterer Fragen grundlegend ist. Fr das Grabmal des
Theoderich hat es nun zwar an Versuchen zur Lsung dieser grundlegenden
Frage nicht gefehlt; Mothes, Essenwein(1) und in neuester Zeit Durm(2) und
Haupt(3) haben geglaubt den ursprnglichen Zustand des eigenartigen
Bauwerkes zu kennen, keiner aber hat allgemein berzeugen knnen, weil
alle subjektiv und ohne bestimmte wissenschaftliche Methode probierend das
rekonstruiert haben, was der Grad ihrer Kenntnis des Bauwerkes, ihrer
Phantasie und ihres Geschmackes, sowie ihrer technischen
Gewissenhaftigkeit zuliess.

So haben mit Essenwein (Bild 3) die lteren Bearbeiter die im achtzehnten
Jahrhundert angebauten Treppen zum Obergeschoss als ursprnglich
angenommen, nicht vorhandene Durchbrechungen des Gewlbes ber dem
Untergeschoss und der monolithen Kuppel ber dem Obergeschoss gezeichnet
und im Anschluss an die eigenartigen bogenfrmigen Einarbeitungen, die am
oberen Teil des zehneckigen Hauptgeschosses sich befinden (vergl. Bild 1
und 2), eine um das Obergeschoss laufende Ringhalle ergnzt, fr deren
Herumfhrung um die Ecken des Gebudes keine Mglichkeit und fr deren
Dachanschluss an die Wand keine Spuren vorhanden sind. So hat Haupt (Bild
4) einen ebenfalls um das ganze Obergeschoss herumlaufenden Bogenfries in
jenen Einarbeitungen angenommen, der technisch unmglich ist, weil er
besonderer, nicht vorhandener und nicht vorhanden gewesener
Befestigungsmittel bedurft htte und berdies auch geschichtlich in der
Erbauungszeit des Denkmals ohne jedes Beispiel ist (siehe Anmerkung I). Im
Gegensatz zu den beiden genannten Autoren hat Durm die technische
Unmglichkeit sowohl der Ringhalle wie auch des Bogenfrieses erkannt und
kommt, ohne eine andere Erklrung fr die Einarbeitungen ber den
Wandnischen zu haben, deshalb zu dem Schluss, dass diese Einarbeitung, die
er "in ziemlich ungeschlachter Weise ausgefhrt" nennt, "Be- und
Misshandlung des Baues aus einer spteren Zeit" seien und "mit dem Plane
des Architekten des grossen Theoderich nichts zu tun" htten. In seiner
Rekonstruktion (Bild 5) fehlt also dem Bau jeder Wandschmuck ausser dem
unter den bogenfrmigen Einarbeitungen noch vorhandenen flachen
rechteckigen Nischen (siehe Anmerk. II).

  [Illustration: Bild 3. Das Grab des Theoderich, Rekonstruktion von
  Essenwein.]

  [Illustration: Bild 4. Das Grab des Theoderich, Rekonstruktion von
  Haupt.]

  [Illustration: Bild 5. Rekonstruktion von Durm.]

Entgegen diesen bisherigen Versuchen zur Rekonstruktion des Bauwerkes kann
zu wissenschaftlich einwandfreiem Ergebnis neben technischer
Gewissenhaftigkeit nur ein methodisches Verfahren fhren, das von der
Grundwahrheit ausgeht, dass ein Bauwerk keine Willkr- oder
Zufallsschpfung, sondern ein Glied in einer bestimmten Entwicklungsreihe
ist, ebenso wie jedes organische Wesen in der Natur; von dem "inneren
Gesetz", das wie G. Semper sagt, "durch die Welt der Kunstform wie in der
Natur waltet". "So wie nmlich die Natur", sagt er, "bei ihrer unendlichen
Flle doch in den Motiven hchst sparsam ist, wie sich eine bestndige
Wiederholung in ihren Grundformen zeigt, wie aber diese nach den
Bildungsstufen der Geschpfe und nach ihren verschiedenen
Daseinsbedingungen tausendfach modifiziert erscheinen, wie die Natur ihre
Entwicklungsgeschichte hat, innerhalb der die alten Motive bei jeder
Neugestaltung wieder durchblicken, ebenso liegen auch der Kunst nur wenige
Normalformen und -Typen unter, die aus urltester Tradition stammen, in
stetem Wiedervortreten dennoch eine unendliche Mannigfaltigkeit darbieten
und gleich jenen Naturtypen ihre Geschichte haben". Versuchen wir es also,
von dieser unbestreitbaren Grundwahrheit aus einen geschichtlichen
berblick ber diejenigen hauptschlichen typischen Kunstformen zu
erhalten, die fr das Grabmal Theoderichs in Frage kommen knnen.

Es ist ein freistehendes monumentales Grabgebude, und dafr gibt es seit
der hellenistischen Zeit im Altertum einen bestimmten Typus, den die
bedeutendsten Ausfhrungen bereinstimmend zeigen, mgen sie im einzelnen
auch recht verschieden sein. Der Typus, der in dem Mausoleum von
Halikarnass (Bild 6) seine hchste knstlerische Ausbildung erlangt hat,
ist lter als dies Wunderwerk der Baukunst. Zu diesem Typus (Bild 7)
gehrt zunchst die zentrale Gestaltung des Ganzen, die auch da, wo der
Grundriss, wie beim Grab des Mausolos selber, nicht streng zentral,
sondern oblong ist, ihren Ausdruck in der Pyramide findet, die das Ganze
zentral bekrnt. Von diesem zentralen Typus weichen nur diejenigen
freistehenden hellenistischen Grabbauten ab, deren Obergeschoss die
Tempelform wiederholt (siehe Nr. 2 auf Bild 7). Statt der wohl von der
gyptischen hergeleiteten hellenistischen Pyramide tritt dann, namentlich
in rmischer Kunst auch die vom alten Tumulusgrabe hergenommene Kegelform
als obere Endigung des monumentalen Grabes auf (vergl. Moles Hadriani Bild
8), vereinzelt auch im Geschmack des dritten nachchristlichen Jahrhunderts
mit konkav geschwungener Meridianlinie, wie am sogenannten Grabe des
Absalom in Jerusalem, und erst sehr spt die Kuppelform, die bei
griechischen Zentralbauten von hnlichem Typ aber anderer Bestimmung
(Denkmal des Lysikrates, Nr. 4 Bild 7) sich vereinzelt schon frh findet.
Neben der zentralen Gestaltung gehrt zu diesem antiken Grabestyp die ganz
charakteristische Aufeinanderfolge von vier verschiedenen Bauteilen ber
einander, und zwar erstens ein schlicht behandeltes Untergeschoss, darber
ein im Gegensatz zu diesem meist mit allen Mitteln architektonischer
Ausgestaltung reich geschmcktes Hauptgeschoss, meist mit einer Tr, aber
immer ohne aussen sichtbare Zugnglichkeit dieses Geschosses, die, wenn
auch vielleicht bei einzelnen ganz grossen Bauten, wie beim Mausoleum in
Halikarnass, im Innern vorhanden, niemals jedoch aussen sichtbar gemacht
wurde. Dieser absichtlichen Abschliessung des Hauptteiles des Grabes liegt
wohl die verstndliche Empfindung zugrunde, die Ruhesttte des gefeierten
Toten aller Strung durch die Lebenden zu entziehen, eine Anschauung, die
bei den hoch gelegenen in den steilen Abhang gehauenen Felsengrbern alter
Zeit, wie dem Grab des Darius, noch deutlicher zum Ausdruck gelangt. ber
diesem Hauptgeschoss erhebt sich hufig (Mausoleum Bild 6 u. 7) ein
niedriger schlicht gehaltener Bauteil, der die Silhouette des Bauwerkes an
dieser Stelle verjngt und als Unterbau fr den vierten Bauteil, die das
Ganze bekrnende Pyramiden-, Kegel- oder Kuppel-Form dient. Diese
Bekrnung klingt dann in der Regel nach oben in plastischem Schmuck aus.

  [Illustration: Bild 6. Perspektivische Ansicht des Mausoleums von
  Halikarnass. Rekonstruktion von J. Bhlmann. (Zeitschrift f. Gesch. d.
  Arch. II S. 19.)]

  [Illustration: Bild 7. Vergleichende Zusammenstellung des Mausoleums
  zu Halikarnass mit anderen antiken Denkmlern in einheitlichem
  Masstabe, von J. Bhlmann (Zeitschrift f. Gesch. d. Arch. II S. 17).]

  [Illustration: Bild 8. Moles Hadriani, Rekonstruktion von Vandremer
  (1858).]

Diese allgemein typischen Anordnungen, die durch die ganze
hellenistisch-rmische Zeit beibehalten werden, finden wir nun auch beim
Grab des Theoderich smtlich wieder: Das schlicht behandelte hohe
Untergeschoss, darber das Hauptgeschoss, dessen Wnde flach verzierte
Nischen und jene bogenfrmigen und anderen Einarbeitungen enthalten, die
auf einen ursprnglich reichen Schmuck schliessen lassen. Nach Analogie
der anderen Beispiele des gekennzeichneten Typs mssen wir von vornherein
als wahrscheinlich annehmen, dass dieser Schmuck vor die Wand soweit
vortrat, dass in der Silhouette des Ganzen das Hauptgeschoss nicht
wesentlich schmaler erschien als das Untergeschoss. Dann folgt als dritter
der hier mit kleinen Fenstern versehene, als Unterbau des vierten, der
flachen monolithen Kuppel, dienende zylindrische Bauteil. Oben auf der
Kuppel befindet sich eine erhabene viereckige Anarbeitung, welche Lcher
enthlt, die von der Aufstellung irgend eines bekrnenden Schmuckes
herrhren werden.

Die Frage nach der ursprnglichen usseren Gestalt des Grabmals im
einzelnen umschliesst nun die Unterfragen, erstens nach der Art des
architektonischen Schmuckes der Obergeschosswnde oder nach der Bedeutung
der an ihnen befindlichen Einarbeitungen und zweitens nach der Art des
oberen Abschlusses des Untergeschosses. Die jetzige das Untergeschoss
abschliessende Schicht ist nmlich augenscheinlich gleichzeitig mit den
Treppen, also nachtrglich hergestellt, wieviel etwa auch von der zweiten
Schicht, lsst sich m. E. nicht sicher entscheiden, da der Treppenanbau
mit demselben Material wie der alte Bau und mit virtuoser Anpassung an die
alte Technik ausgefhrt ist. Dazu kann drittens noch die wohl schwerlich
zu entscheidende Frage treten, welche Form die vermutliche Bekrnung auf
der Kuppel hatte. Alles andere am usseren ist fraglos der alte
ursprngliche Zustand.

Die Hauptfrage nach der architektonischen Durchbildung der zehn Wnde des
Hauptgeschosses kann nun nur beantwortet werden auf Grund einer
allgemeinen Entwicklungsgeschichte der architektonisch ausgebildeten Wand
fr einen mglichst langen Zeitraum, der die Erbauungszeit des Denkmals
mit umfasst. Gerade die Entwicklungsgeschichte der Wand ist aber bisher
nur recht unvollkommen bekannt und in der Formenlehre der antiken
Architektur gegenber den Sulenordnungen arg vernachlssigt. So kennt das
beste Lehrbuch, das wir ber die Baukunst der Rmer haben(4), berhaupt
kein besonderes Kapitel ber die formale Ausbildung der Wand und Oskar
Bie(5) versteigert sich sogar zu der Bemerkung, "eine stndige ffentliche
Wanddekoration von Bedeutung scheine es im Altertume nicht gegeben zu
haben!"

Das was der moderne Architekt das Problem der Fassade nennt, die Aufgabe,
das ussere eines Gebudes schn durchzubilden, ist bereits an den
ltesten griechischen Tempeln des siebenten Jahrhunderts in klassischer
Weise gelst durch die Erfindung der den Tempel umgebenden Ringhalle
(Pteron). Man war sich im Altertum klar darber, und auch Vitruv hebt es
ausdrcklich hervor, dass die Ringhalle des Tempels weniger praktischen
Zwecken, wie etwa dem Schutze des Publikums gegen das Wetter, diente, als
vielmehr die Aufgabe hatte, die Wrde des Gotteshauses in seiner usseren
Erscheinung zu erhhen. In ihrer klaren Dreiteilung in Unterbau, tragende
Sulen und getragenes Geblk hat die Ringhalle ja der klassischen
griechischen Kunst Veranlassung zu jener bestndig vervollkommneten, in
den Gesamtverhltnissen und den Einzelheiten unbertrefflich feinen
Durchbildung von Sule und Geblk gegeben, die den wesentlichen Wert der
griechischen Architektur fr alle Folgezeit ausmacht. Gegen die reiche
Ausbildung des Pterons musste nun die dahinter liegende Wand um so mehr
zurckstehen, als gerade in der Gegensatzwirkung der glatten, wenig
ausgebildeten Wandflche zu dem reichen Wechsel von Licht und Schatten,
den das Pteron and seine Einzelformen boten, ein Hauptreiz der Architektur
lag. So ist es erklrlich, dass, solange der Monumentalbau sich im
wesentlichen auf den Tempel beschrnkte, die Wand eine schlichte, wenig
vernderte und im Gegensatz zu dem Vertikalismus des Pterons auf
horizontale Gliederung beschrnkte Ausbildung erfuhr und dass diese
einfache Erscheinung der Wand auch in spterer Zeit fast berall da
erhalten wurde, wo ein Pteron vor die Wand trat. Eine vortretende hufig
profilierte Fusschicht, darber an dem gegen Beschdigung besonders zu
schtzenden unteren Teil der Wand eine Sockelschicht aus grossen aufrecht
stehenden Steinen (Orthostaten), die also dem entspricht, was wir heute
Paneel nennen, darauf hufig eine die Doppelreihe der Orthostaten
zusammenfassende und abdeckende Schicht, die als wenig vortretendes
Gurtgesims in die Erscheinung treten kann, und dann die glatte
ungegliederte Wandflche, die oben mit einem Kopfgesims mit Halsstreifen
gekrnt ist, das ist die typische Horizontalgliederung der Wand.
Hinzugefgter Schmuck tritt ebenfalls in wagrecht fortlaufenden Reihungen
und immer nur an den genannten wagrechten Gliederungen auf, in reichster
Weise ausgebildet in Form des plastischen Figurenfrieses, der bei Bauten
der klassischen Zeit auf dem Halsstreifen der Wand auftritt (Parthenon),
spter auch gelegentlich an anderer Stelle.

Mit der grsseren Bedeutung und monumentaleren Ausbildung auch der
Profanarchitektur in hellenistischer Zeit tritt aber fr die Wand ein
allgemeineres grsseres Schmuckbedrfnis auf und wird zunchst in der
Weise befriedigt, dass die Werkform des noch nicht glatt abgearbeiteten
mit Randschlag und Bossenspiegel versehenen Quaders als Schmuckmotiv
aufgefasst und in der Form und durch Farbe dazu weiter ausgebildet wird.
Dann aber wird ein neuer, fr die ganze weitere Entwicklung der Wand
bestimmender Schritt dadurch getan, dass gemalte oder plastisch
dargestellte Sttzen, wie es scheint, wohl zunchst nur den oberen Teil
der Wand, dann aber die ganze Hhe der Wand vertikal gliedern. Ob die uns
erhaltenen Marmorreliefs der hellenistischen Zeit, die fr diese Periode
die frheren fortlaufenden Friese zum Teil ersetzt zu haben scheinen, zum
Flchenschmuck fr die so entstehenden Interkolumnienfelder gedient haben,
lsst sich bis jetzt nicht nachweisen, man kann es aber vermuten, weil im
folgenden Abschnitt der Entwicklung, von Augusteischer Zeit an,
vollplastische Figuren in Wandnischen demselben Zweck dienen, mittleres
Schmuckstck von Interkolumnien einer Sulenarchitektur zu sein, die in
ihrer Bedeutung gesteigert, nun ber die Hhe der ganzen Wand reicht und
zu krftigerer Schattenwirkung gebracht aus Dreiviertel- oder Vollsulen
vor der Wandflche besteht. Der Steigerung des flachen Wandpilasters zur
Vollsule wrde ja auch die Steigerung des figrlichen Reliefs zum
Vollbild in einer Nische genau entsprechen. Von hier an knnen wir die
folgende Entwicklung sicherer verfolgen. Sie beruht auf der weiteren
Durchbildung der Statuennische und auf der Zusammenstellung von mehreren
solcher Nischen. Zwei Formen von Nischen treten auf: die im Grundriss
rechteckige, die auch in der Ansicht oben horizontal endigt, und die im
Grundriss halbkreisfrmige Nische, die auch oben mit einer Halbkugel
abgeschlossen ist, beide Formen von Pilastern, Halbsulen oder frei
davorgestellten Vollsulen flankiert, die bei der rechteckigen Nische ein
vollstndiges Sulengeblk mit dreieckigem oder flachbogig geschlossenem
Giebel tragen (dicula), und bei der Halbkreisnische ein um die Stirn der
Halbkuppel herum gefhrtes vollstndiges oder unvollstndiges Geblk
aufnehmen, whrend die Halbkuppel selbst in der Regel mit einer Muschel
geschmckt ist (Concha, Bild 9 u. 10)(6). Diese architektonisch
ausgebildeten Nischen, diculen und Conchen, werden dann auch in
Wandflchen angebracht, die nicht durch Pilaster oder Sulen vertikal in
Felder geteilt sind, wo also wegen der Breite der Wandflche mehrere
Nischen nebeneinander Platz finden, und wo nun die nebeneinander gesetzten
Nischen zu einer Reihe verbunden werden knnen (Bild 11 u. 12). Solche
Reihen von Conchen und diculen mit menschlichen Figuren in den von Sulen
flankierten Nischen sind dann in der Zeit der Vlkerwanderung das
bedeutendste und fast ausschliesslich angewandte Motiv zur Dekoration von
Wandflchen und treten berall auch in der Kleinkunst an Sarkophagen (Bild
13), an Elfenbeinschnitzereien (Vergl. Diptychon des Boetius in Monza,
Bild 28) als bevorzugter Flchenschmuck auf. Bild 14 gibt ein Beispiel
auch aus der germanischen Kunst der Vlkerwanderungszeit(7).

  [Illustration: Bild 9.]

  [Illustration: Bild 10.]

  [Illustration: Bild 11. Schema einer diculenreihe, in zwei
  Variationen.]

  [Illustration: Bild 12. Conchenreihe der Porta aurea des
  Diokletianpalastes in Spalato.]

  [Illustration: Bild 13. Sarkophag vom Ende des 4. Jahrhunderts:
  Christus mit Aposteln. S. Francesco, Ravenna.]

  [Illustration: Bild 14. S. Miquel de Lino. Sulenfuss.]

Betrachten wir mit dieser Kenntnis der Wanddekoration der Zeit die Wnde
des oberen Zehnecks am Grabmal des Theoderich. Acht von ihnen sind
bereinstimmend ausgebildet, besonders gestaltet nur die Westwand wegen
der darin befindlichen Tr und die Ostwand wegen eines daraus
hervorragenden Vorbaues, der im Innern eine Nische enthlt. Die acht
bereinstimmenden Seiten enthalten je zwei flache rechteckige Nischen
(Bild 1 u. 2), die an ihrem Sturz mit Ornament in feinem Masstab (Bild 15)
versehen sind. ber diesen Nischenpaaren befindet sich die Einarbeitung,
deren Rckflche rauh gelassen, deren Kanten aber sorgfltig an allen acht
Wnden bereinstimmend ausgefhrt sind; sie schliesst nach unten mit einem
Paar von axial ber jeder der beiden Nischen sitzenden Rundbgen ab, unter
deren drei horizontalen Kmpferlinien sich je eine rechteckige Fortsetzung
der Einarbeitung von 17 bis 19 cm Breite und 44 cm Hhe befindet. Seitlich
gegen die Kanten des Gebudes hin hren die Einarbeitungen an allen zehn
Wnden mit steil schrg aufsteigenden Linien auf. Die an den oberen Ecken
des Zehnecks um die Ecken laufenden Einarbeitungen haben nur 5 bis 6 cm
Hhe und sind augenscheinlich nur eine sptere Verstmmelung der
ursprnglich glatt bis oben durchlaufenden Eckkanten. Die ganze Dekoration
war also offenbar fr jede einzelne Wand getrennt ausgebildet, mit
Ausnahme je eines die Trwand mit den Nachbarwnden verbindenden
Horizontalstreifens, der weiter unten noch besprochen werden soll. Da
diese Einarbeitungen an den Wnden zweifellos nur den Zweck gehabt haben
knnen, Verdachungssteine fr die darunter befindlichen Nischen darin
einbinden zu lassen, und da an der Wand anderweitige Befestigungsmittel
fr diese Steine ausser der Einarbeitung nicht vorhanden sind und nicht
vorhanden gewesen sein knnen, so folgt technisch notwendig, dass jene
Verdachungssteine noch eine anderweitige Untersttzung vor der Wand gehabt
haben mssen. Und das knnen der Sachlage nach nur drei Sulen gewesen
sein, die die beiden Nachbarnischen flankierten. So ergibt sich als
Dekorationsmotiv der Wand aus technischer Erwgung genau das, was wir als
typisches Dekorationsmotiv der Zeit historisch kennen gelernt haben: ein
von Sulen flankiertes mit Rundbogengeblk bekrntes Nischenpaar (Bild 15
rechts). Die steil schrg nach oben aufsteigenden seitlichen Endigungen
der Einarbeitung ber jedem Nischenpaar sind nichts als die gradlinigen
Umschreibungen der ausladenden Gesimskrpfe, mit denen die Bogensteine
hier gegen die Wand endigen. Bild 16 zeigt zwei beiderseitig mit hnlichem
schrgen Abschluss in die Mauer eingelassene Steine aus den Substruktionen
des grossen Tempels in Baalbek, die in ganz hnlicher Weise das
halbkreisfrmige und das giebelfrmige Bekrnungsgeblk einer Nische
tragen. Am goldenen Tor an der Ostseite des Harm-esch-Scherf in
Jerusalem (Bild 17) sehen wir ein ganz hnliches System von zwei
Rundbogengeblken, hier ehemals auf zwei seitlichen Pilastern und einer
Mittelsule, wie wir es am Theoderichgrab uns zu ergnzen haben, das mit
seinen Gesimskrpfen hier bereits mit einer ebenso steilen fast geraden
Linie an die Wand anschneidet. Die auf Bild 14 dargestellte westgotische
Basis ist als Parallele zur Wanddekoration des Theoderichgrabes darum ganz
besonders interessant, weil hier die gekuppelten Bogennischen, in denen
menschliche Figuren zwischen den Sulen stehen, oben mit Bogen und
Eckakroterien frei endigen, also durchaus nicht mit einer Sulenarkade
verwechselt werden knnen.

  [Illustration: Bild 15. Die acht gleichen Wnde des Obergeschosses.]

  [Illustration: Bild 16. Aedicula und Conche mit besonders eingesetzten
  Steinen fr die Verdachungen, aus den Substruktionen des grossen
  Tempels in Baalbeck.]

  [Illustration: Bild 17. Das goldene Tor in Jerusalem, Feldseite.]

Es ergibt sich also als ursprngliche Dekoration der acht gleichen Seiten
des Hauptgeschosses je ein Paar der typischen, mit Sulen und
Rundbogengeblk geschmckten Nischen, die als Umrahmung und Hintergrund
fr figrlichen Schmuck zu denken sind. Dass Standspuren fr die Sulen
und die Statuen nicht mehr vorhanden sind, ist durch die Erneuerung der
obersten Schicht des Unterbaues bei Anlage der Treppe verschuldet. Die
vermutlich aus Marmor hergestellten Dekorationsstcke sind vielleicht
bereits bei der schon kurze Zeit nach dem Tode des grossen Theoderich von
Belisar veranlassten Schndung seines Grabes zerschlagen und verloren
gegangen. Im Museum zu Ravenna (Inv.-Nr. 509) befindet sich jedoch ein
kleines Sulenkapitell (Bild 18) aus weissem Marmor mit zwlfteiligem
Akanthuskelch und einem als Lorbeerblattstrang ausgebildeten Halsglied, im
Stil der Ausfhrung wie die Kapitelle Theoderichs aus der
Herkulesbasilika, das einem oberen Sulendurchmesser von 18 bis 19 cm
entspricht und 25 cm Hhe hat, also nach Stilform und Abmessung wohl zum
Wandschmuck des Theoderichgrabes gehrt haben kann.

  [Illustration: Bild 18. Sulenkapitell im Museum zu Ravenna.]

Der an der Ostseite befindliche Nischenausbau ist aussen (Bild 19), wie
die Einarbeitungen darber an der Wand beweisen, von demselben Bogenpaar
bedeckt und bekrnt gewesen wie die Nischen an den brigen Wnden und
dieses Bogenpaar muss natrlich in seiner Vorsprungtiefe mit der 84 cm
betragenden Vorsprungtiefe der Nische berein gestimmt haben. Die an den
beiden Ecken der Nische angearbeiteten Rundstbe von 20 cm Durchmesser
knnen sptere Zutaten sein, knnen aber auch die beiden usseren der vor
den brigen Wnden stehenden drei Sulen haben andeuten sollen (Bild 20).
Nimmt man nun die Vorsprungstiefe der Verdachungen an den brigen Wnden,
wie es natrlich ist, ebenfalls wie an der Ostmauer mit 84 cm an, so
verliert das Bauwerk dadurch in seiner ursprnglichen fertigen Gestalt
(Bild 21) einen schweren sthetischen Mangel, den es heute hat, und der
darin liegt, dass fr den Blick von Norden oder Sden das Vortreten des
Nischenbaues an der oberen Ostwand eine hssliche Strung der sonst von
unten an streng symmetrischen Silhouette des Grabmals ist.

  [Illustration: Bild 19. Die Ostseite des oberen Zehnecks. Jetziger
  Zustand.]

  [Illustration: Bild 20. Die Ostseite des oberen Zehnecks.
  Ursprnglicher Zustand.]

  [Illustration: Bild 21. Das Theoderich-Grabmal von Sden gesehen.
  Ursprngliche symmetrische Umrisslinie.]

Die Ausbildung der Tr an der Westwand des oberen Zehnecks (Bild 22)
scheint bisher in ihrem jetzigen Zustand immer fr vollstndig erhalten
angesehen worden zu sein, und man hat die beiden rechteckigen
Einbindungslcher unmittelbar neben ihrem Sturz noch weniger zu erklren
gewusst, wie die brigen Einarbeitungen. Nach Lage und Form sind aber
diese beiden Einbindungslcher zweifellos einmal dazu bestimmt gewesen,
die typischen Trkonsolen aufzunehmen, wie sie seit dem Erechtheion zu
fast jeder vornehmen antiken Tr gehren. Diese Konsolen werden bereits um
300 n. Chr. (Diocletians Palast in Spalato Bild 23) ihrem Beruf, die
Hngeplatte der Verdachung zu sttzen, untreu und sitzen als blosse
Zierstcke neben dem Trsturz, hufig auch in umgekehrter Form, das
oberste zu unterst. Also ist auch die Tr in spt rmischer Tradition
entworfen; und damit ist auch klar, dass die fein gezahnte sehr schwache
Hngeplatte, die von einer Reihe kleiner Akanthuskonsolen gesttzt, an den
Trsturz angearbeitet ist (vgl. die Tr in Spalato Bild 23), fr die
krftig umrahmte Tr nicht das vollstndige Bekrnungsgesims ist, dass
darber vielmehr als eigentlich bekrnendes Glied noch die typische
ornamentierte Sima zu ergnzen ist. Sie muss auf der Hngeplatte ohne
Dbelbefestigung gelegen haben (Dbellcher sind nicht vorhanden) und
griff vielleicht mit einem kleinen angearbeiteten Ansatz in den
horizontalen Schlitz zwischen Trsturz und Entlastungsbogen etwas ein. An
den nach innen senkrecht gradlinigen Kanten der beiden anderen
Einarbeitungen an der Trwand ist zu ersehen, dass das Trbekrnungsgesims
hier vertikal heruntergekrpft war; und das ist dieselbe Anordnung wie bei
dem simafrmigen Profil ber der Tr im Untergeschoss, die noch
vollstndig erhalten ist. Die brige Form dieser seitlichen Einarbeitungen
zeigt, dass auch hier wieder das gekrpfte Geblk ber je einer
Einzelsule neben der Tr sich gegen die Wand totlief, hier aber nur
teilweise; ein Teil des Gesimses lief jederseitig um die Ecke und verband
so die sonst ganz vereinzelt stehenden, die Tr flankierenden Sulen mit
der Architektur der beiden Nebenwnde. Nach Ergnzung der Sima ber der
Tr sitzt dann auch die Konsole (Trapezform 25 cm untere Breite und 26 cm
Hhe) ber der Tr dicht ber dem Bekrnungsgesims und wirkt mit einem
darauf zu ergnzenden Schmuckstck, vielleicht einem Kreuz oder einem
Portrt des Theoderich, als Mittelbekrnung der Tr. So war die
ursprngliche ussere Erscheinung des Grabmals, abgesehen von einer oben
auf der Kuppel wohl noch hinzuzudenkenden Bekrnung des Ganzen, etwa so,
wie auf dem Titelbild dargestellt.

  [Illustration: Bild 22. Die Trwand des Obergeschosses.]

  [Illustration: Bild 23. Tr am sogen. skulaptempel in Spalato.]

Vom Inneren des Bauwerkes hat besonders der obere runde Innenraum mit der
nach Osten gerichteten Nische Interesse. In diesem Raum (Bild 24) muss der
grosse Gotenknig bestattet gewesen sein. Seine Wand ist einst mit
Marmor-Inkrustation versehen gewesen, wie Isabelle(8) richtig gesehen hat.
Das zeigt erstens die Flchenbeschaffenheit der Wand. Fein gespitzte und
von einem Saumschlag umzogene Quaderflchen gelten bei Innenrumen dieser
Zeit nicht, wie Durm meint, fr fertig gearbeitet und fr die Ansicht
bestimmt. Dann aber beweisen es auch die in ziemlich regelmssiger
Anordnung noch vorhandenen mit Blei verstemmten Eisenpflcke. Von diesen
luft eine horizontale Reihe besonders starker, in Hhe von ca. 53 cm ber
dem Fussboden um den Raum herum 5 zwei Reihen schwcherer Eisen sitzen in
den Fugen 1,77 m und 2,64 m ber dem Fussboden und eine vierte Reihe in
der Fuge unter der oben herumlaufenden gesimsartig vortretenden Schicht.
Mit dem einstigen Vorhandengewesensein einer Inkrustation stimmt es auch
berein, dass jene obere Schicht (Bild 25) ohne Unterglied mit
horizontaler Unterflche 10 cm vor die Wandflche vortritt, und dass auch
das an dem Schlussteine des Bogens ber der Nische gearbeitete Kreuz von
nur 61 cm Hhe die fr diese Grsse ungeheuerliche Reliefstrke von 15 cm
hat, sowie dass an dem unteren Kreuzarm noch die Reste von zwei seitlich
eingetriebenen Eisenhaftern sichtbar sind, von denen der eine spter das
Absplittern eines Teiles des Kreuzes veranlasst hat. An den Innenflchen
der Nische fehlen die Eisenhafter, sie war also nicht inkrustiert. Ebenso
fehlen sie an der Kante, die die Wand des Raumes mit den Nischenwandungen
bildet, woraus hervorgeht, dass die Inkrustation weder um diese Kante
herumging noch an ihr aufgehrt hat, d.h., dass die Inkrustation ber die
vorhandene Nische weglief, die dazu vorn zugemauert gewesen sein muss.
Diese Nische kann deshalb also nicht zur Altarnische bestimmt gewesen
sein, wie bisher stets angenommen worden ist. Gegen diese Annahme spricht
auch ausserdem die mit 1,90 m im Scheitel des Bogens nur sehr geringe Hhe
der Nische, der Umstand, dass das Fenster in der Nische eine sptere Zutat
ist, und dass der Fussboden der Nische 13 cm tiefer liegt als der jetzige
Fussboden des Raumes, dessen Hhenlage der des alten Fussbodens
entsprochen haben wird, weil er bndig mit dem inneren Teil der durch die
ganze Mauerstrke reichenden Trschwelle 6,5 cm unter dem usseren
Anschlag der Trschwelle liegt. Die Nische (Bild 25) selbst gehrt sicher
in ihrer jetzigen inneren Form der ursprnglichen Bauanlage an. Sie ist
sehr sorgfltig konstruiert. Die in den Lagerfugen mit Haken gearbeiteten
13 Bogensteine (einschliesslich der Kmpfersteine) von 61 cm Bogenstrke
greifen alle ungeteilt durch die ganze Tiefe des von ihnen gebildeten, die
Nische berdeckenden Tonnengewlbes durch. Einer von ihnen, der
Bogenanfnger der linken, nrdlichen Seite, greift sogar mit Wiederkehr 21
cm weit in die Rckwand der Nische ein, ergibt also damit die genaue
ursprngliche Tiefe der Nische mit 1,29 m. Von dem Mauerwerk der Nische
ist jedoch nur ein Teil noch ursprnglich. Ein grosser Teil der Rckwand,
etwa zwei Drittel der Flche und die anschliessende sdliche Ecke sind
einmal herausgeschlagen und dann durch minderwertiges Mauerwerk zum Teil
aus kleinen unbearbeiteten Bruchstcken mit dicker Mrtelverschmierung
ersetzt worden, whrend das alte Mauerwerk sehr sorgfltige dicht
schliessende Fugen ohne Mrtel zeigt. Im usseren greifen diese Spuren der
Zerstrung und schlechten Wiederherstellung noch weiter und umfassen die
Sdwand des Nischenvorbaues mit. Die wieder verwandten grossen Quader sind
dabei nicht einmal fluchtrecht versetzt, und die Sdwand der Nische ist
denn auch 11 cm strker ausgefallen als die Nordwand. Das Fenster der
Ostwand sitzt ganz in diesem Flickmauerwerk. Sein Sturz besteht aus zwei
schlecht gearbeiteten in Abstand von rechts 7 cm und links 10 cm
voneinander versetzten Platten von verschiedener und unregelmssiger Dicke
und von anderem Steinmaterial als der brige Bau, ist also sicher neu.
Auch die Laibungen des Fensters sind ohne Sorgfalt weder lotrecht noch
winkelrecht, noch in ebenen Flchen hergestellt und lassen auch deutlich
erkennen, dass das Fenster nachtrglich notdrftig ausgebrochen ist.
Angesichts dieses Zustandes ist es sehr wunderlich, dass man bei den
bisherigen Aufnahmen das Fenster fr echt gehalten hat. Die Nische war
also ursprnglich ohne Fenster und lag hinter der inkrustierten
Vermauerung von innen nicht sichtbar, aber durch das Kreuz am
Kmpferstein, das aus der Inkrustation etwa 5 cm herausragte, in seiner
Lage angedeutet. Man muss danach annehmen, dass diese Nische ursprnglich
keinen Altar, sondern etwas anderes, sehr Wertvolles, vor profaner
Berhrung zu Schtzendes geborgen hat, und das kann wohl nur die Leiche
des grossen Knigs selber mit seinen Waffen und Kleinodien gewesen sein,
was denn auch die einstige Zerstrung gerade dieses Bauteiles erklren
wrde. So ist also durch zwingende technische Grnde, die ein jeder, der
beobachten kann, am Denkmal selbst nachprfen mag, erwiesen, dass die
Anordnung dieser Nische dieselbe war, wie noch 288 Jahre spter die des
Grabes Karls des Grossen in Aachen, ein vermauerter berwlbter Raum. Ein
Augenzeuge der von Otto III. im Jahre 1000 vorgenommenen Grabffnung, sein
"protospatarius et comes sacri palatii" Otto von Lomello(9) wie auch der
Chronist Thietmar von Merseburg(10) berichten, dass die Leiche Karls in
einem vermauerten berwlbten Raum nicht in einem Sarkophag liegend,
sondern auf einem Stuhle sitzend gefunden wurde. Auch fr Theoderich wird
man danach also keinen Sarkophag in der nur 1,90 m breiten Nische
anzunehmen haben, sondern den toten Knig im vollen Schmuck seiner Waffen
auf einem Stuhle thronend, vielleicht in halb sitzender halb liegender
Stellung.

  [Illustration: Bild 24. Grundriss des Obergeschosses, rekonstruiert
  von Bruno Schulz.]

  [Illustration: Bild 25. Die Nische in der Ostwand des Obergeschosses,
  Innenansicht und Schnitt.
  In den Hhen a, b, c, d und bei e und f eiserne Haften.]

So erklren sich alle am Grabmal des grossen Knigs vorhandenen Formen und
Spuren vorhandener Formen zwanglos technisch in bereinstimmung mit der
uns sonst bekannten Entwicklung, die Art der Bestattung als rein
germanisch, die Architekturformen aus den Traditionen der sptrmischen
Architektur, wie sie zur Zeit der Erbauung des Grabmals noch lebendig
waren; und so zeigt sich uns das Grab des grossen Gotenknigs als ein
sptes Denkmal, an dem die Gedanken der monumentalen rmischen
Wanddekoration noch einmal in folgerichtiger, wrdiger und prchtiger
Weise Ausdruck gefunden haben. So stimmt auch sein Grab mit den
Bestrebungen berein, die Theoderich whrend der ganzen langen Zeit seiner
Regierung verfolgt hat, die grossen rmischen berlieferungen zu pflegen.
Mit welchem Eifer der Knig gerade die Architektur seiner rmischen
Vorgnger pflegt und nachahmt, fr die er "persnlich grosses Interesse
und Bewunderung hegt (er sagt, die Betrachtung derselben sei seine liebste
Erholung von den Sorgen der Regierung, Cass. Var. VIII, 15(11))", zeigen
viele Stellen in seinen Briefen, am deutlichsten vielleicht die Anweisung
an seinen Curator palatii, den Oberbaudirektor, "er solle dafr sorgen,
dass niemand die Neubauten von antiken unterscheiden knne!" (VII, 5). Den
Begriff "rmisch" mssen wir dabei fr diese Zeit noch so fassen, wie ihn
Theoderich selber in seinen Briefen und Edikten meint, als Bezeichnung fr
die einheitliche Kultur des gesamten Rmischen Reiches, ohne allzugrossen
Wert auf die Unterscheidungen: stadtrmisch, italisch, byzantinisch oder
syrisch zu legen. Wie Theoderich alle Stellen der Zivilverwaltung mit
Rmern, d.h. Nichtgoten besetzte, so werden auch die leitenden Baubeamten
und Architekten Rmer in diesem Sinne gewesen sein. Die uns erhaltenen
Namen von zweien seiner Architekten, Aloisius und Daniel, beweisen es
auch. Da in jener Zeit alttestamentarische Namen fr Europer noch nicht
blich waren, so wird der letztere wohl Syrer gewesen sein. Gerade dieser
ist es, den der Knig damit beauftragt, in Ravenna "Gewlbe zu
konstruieren, wo man die Krper derer, die man verloren hat, erhalten
knne, ohne sie in die Erde zu legen, damit die Hinterbliebenen nicht mehr
gentigt sind, ihr Erbgut zu vergeuden fr die Toten, oder die Krper
derer, die sie lieb haben, ohne Ehre zu ihrem grossen Leidwesen in eine
Grube geworfen zu sehen" (Cass. lib. III, 19). Es ist also wohl mglich,
dass dieser Daniel auch der Architekt des Grabmals ist. Dass er, wenn
nicht gotische, so doch von gotischen Formen beeinflusste Steinmetzen am
Bau beschftigt hat, erscheint nach einigen Einzelformen, wie dem
"Zangenornament" am Hauptgesims wohl wahrscheinlich.





                               ANMERKUNG I.


Dass die Ergnzung des Wandschmucks, wie sie Haupt will, technisch und
historisch unmglich ist, geht aus folgender Betrachtung hervor. Er
beansprucht fr den von ihm ergnzten Bogenfries ein im Museum von Ravenna
befindliches Marmorbruchstck, und wenn er auch schliesslich sagt, er
behaupte nicht, dass dieses Stck gerade da, am oberen Geschoss des
Grabmals gesessen haben muss, hat er sich doch nicht entschliessen knnen
zuzugeben, dass jenes Stck da auf keinen Fall gesessen haben kann, ja
dass es berhaupt nicht auch nur in hnlicher Weise irgendwo in eine Wand
eingesetzt gewesen sein kann. Auf der sorgfltig bearbeiteten Rckseite
dieses Bruchstckes (nach Haupts eigener Darstellung Bild 26) ist eine
gegen einen etwas erhabenen Rand ein wenig vertiefte glatte Flche
fllungartig eingearbeitet und der gedrehte Schaft und die Basis des
kleinen Sulchens sind bis scharf an die Rckflche des Stckes sorgfltig
profiliert, so dass ohne weiteres ersichtlich ist, dass das Bruchstck
berhaupt nicht zum rckwrtigen Einbinden in Mauerwerk bestimmt gewesen
sein kann. Trotzdem soll nach Haupt ein solches unten nur 7,5 cm dickes,
71 cm hohes flaches Marmorstck ohne jede weitere Befestigung hochkant
gestanden haben, was technisch ja ganz unmglich ist, und nicht nur die 10
cm tiefe Ausarbeitung in der Wand ausgefllt, sondern auch noch mit seiner
Vorderkante bndig mit den etwa 14 cm ausladenden Konsolen gesessen haben,
was also eine Mindestdicke von 24 cm voraussetzen wrde. Ausserdem stimmt
die Form des Bruchstckes an keiner Stelle mit der Form der Einarbeitung
berein. (Vgl. Bild 27 mit der Form der Einarbeitung Bild 15.) Dass die
jetzt dort an einigen Stellen vorhandenen Konsolen sptere
mittelalterliche Zutaten sind, lehrt ihr Augenschein unmittelbar.
Geschichtlich wrde ausserdem zur Zeit des Theoderich ein Bogenfries auf
Konsolen, der in Italien sonst nicht vor dem achten Jahrhundert, auch in
Syrien erst nach der arabischen Invasion auftritt, einen unglaublichen
Sprung in der Entwicklung bedeuten. Auch die von Haupt an den Gebudeecken
rekonstruierte sonderbare Form eines in steiler Schrge hoch gekrpften
und dann horizontal um die Ecke gefhrten Gesimses (Bild 27) ist ganz ohne
Beispiel in der Geschichte. Haupt fhrt als Beispiel dafr das Diptychon
des Boetius zu Monza an (Bild 28). Schon an der von Haupt
unvorsichtigerweise nicht mit weggeschnittenen Gardinenstange und dem an
Ringen hngendem Vorhang unter dem schrg dargestellten Gesims links kann
jedes Kind erkennen, dass Gesims und Gardinenstange nicht wirklich schrg
ansteigend gemeint sind, sondern die perspektivische Darstellung des
horizontalen Verlaufs sind, da von der wirklich schrg gelegten
Gardinenstange der Vorhang mit den Ringen selbstverstndlich herabrutschen
wrde.

  [Illustration: Bild 26.]

  [Illustration: Bild 27. Herstellung der verlorenen Bogen-Architektur
  auf Grund des Bruchstckes im Museum zu Ravenna, nach Haupt.]

  [Illustration: Bild 28. Vom Diptychon des Botius zu Monza.]

Das von ihm gleichfalls als Beispiel fr ein solches schrglaufendes
Gesims angefhrte Beispiel an der Stuckdekoration von S. Giovanni in Fonte
ist ebenfalls eine perspektivische Darstellung eines nach vorn gerichteten
auf Sulen ruhenden horizontalen Geblks (Bild 30). Haupt hat einfach die
vorderen Sulen weggelassen (Bild 29). Beide Beispiele sind
perspektivische Darstellungen eines Sulenbaldachins ber den Figuren.

  [Illustration: Bild 29. Aus S. Giovani in Fonte zu Ravenna,
  unvollstndige Darstellung nach Haupt.]

  [Illustration: Bild 30. Aus S. Giovani in Fonte zu Ravenna,
  vollstndige Darstellung.]





                              ANMERKUNG II.


Durms Begrndung seiner Ansicht ist aus folgenden Grnden hinfllig. Er
sagt: "Die Flchen, von denen sich die bogenfrmigen Verdachungen (gemeint
sind die Schildbgen fr die bogenfrmigen Verdachungen, vgl. Bild 15)
abheben - sind ganz roh und unregelmssig tief gearbeitet, so dass daraus
sicher geschlossen werden kann, dass die Mauerflchen von Ecke zu Ecke
ursprnglich glatt durchgearbeitet waren." Das Letztere ist unzweifelhaft
richtig und entspricht ganz der antiken und jeder vernnftigen
Steinmetzbung fr den gegebenen Fall. Zunchst sind, nachdem die Wand aus
Bossenquadern mit Randschlag aufgefhrt ist, die Wandflchen von Ecke zu
Ecke glatt durchgearbeitet, denn nur dann knnen die Umrisse der
beabsichtigten Einarbeitungen, wenn sie ber mehrere Quader und Schichten
greifen sollen, wirklich genau darauf aufgerissen werden, und erst dann
kann die umrissene Flche weggearbeitet werden. Die Einarbeitungen sind
also wirklich augenscheinlich spter als die glatte Wandflche ausgefhrt,
aber nur in dem Sinne, wie etwa der Kuppelstein naturgemss spter
versetzt sein muss als die Quadern der ihn tragenden Wand, ohne dass sie
deswegen einer zweiten Bauzeit angehren. Dass die ber den Schildbgen
liegenden zurckgearbeiteten Flchen roh und unregelmssig tief gearbeitet
sind, kann dabei nicht Wunder nehmen, denn diese Einarbeitungen knnen
keinen anderen Zweck gehabt haben als entsprechende Steine darin einbinden
zu lassen, und diese mussten dann jene Flchen ganz verdecken, mussten nur
in den Rand, der in der Tat recht sorgfltig, durchaus nicht
"ungeschlacht" ausgefhrt ist, gut einpassen und brauchten auf ihrer
Rckseite keine Berhrung mit den dahinter liegenden Flchen zu haben. Es
kommt ja selbst bei den denkbar sorgfltigsten Werksteinausfhrungen, die
wir kennen, den griechischen Tempelbauten der klassischen Zeit,
regelmssig vor, dass Werkstcke im Innern des Mauerwerkes rauh gelassen
werden und sich gar nicht berhren (vgl. Durm, Baukunst der Griechen,
Handb. d. Arch. II 1, Cellamauerwerk Fig. 59). Es ist also auch die
Rauheit dieser Flchen durchaus kein Grund, die Einarbeitungen fr sptere
Zutaten zu halten. Fr seine Ansicht beruft sich Durm nun auf eine
Aufnahme von Holzmann(12) vom Zentralbau in Binbirkilise, wo, wie er sagt
"der bergang zur Kuppel durch eine wenig sprechende einfache Schrge
bewirkt war". Nun ist aber das, was Durm als Aufnahme Holzmanns dazu
abbildet, eine Durmsche Abnderung der Darstellung, die sein Gewhrsmann
mit "aufgen. u. reconstr. Holzmann" bezeichnet hat und die (Bild 31)
ausser anderen handgreiflichen Fehlern auch gerade in dem bergang zur
Kuppel schon an sich mathematisch eine Unmglichkeit enthlt. Eine
Wasserschrge als bergang vom achtseitigen Tambour zur gleichfalls
achteckigen Kuppel msste ja jedesmal mit einer Horizontalen, nicht mit
einer geknickten Linie an die Kuppelseite anschneiden. Durm hat das denn
auch erkannt und dadurch willkrlich nach eigenem Ermessen verbessert
(Bild 32), dass er zwischen Tambour und Kuppel einen niedrigen Zylinder
einschob, an dem nun die Wasserschrgen bogenfrmig anschneiden, das
Resultat aber trotzdem unbedenklich als Holzmanns Aufnahme angefhrt.

  [Illustration: Bild 31. Der Centralbau in Binbirkilise aufgenommen und
  rekonstruiert von Carl Holzmann 1904.]

  [Illustration: Bild 32. Centralbau von Binbirkilise nach Darstellung
  Durms.]

In Wirklichkeit ist der ganze obere Teil des Gebudes schon vor Holzmanns
Besuch zerstrt gewesen (Bild 33)(13), und die ganze Kuppel und der
bergang zu ihr ist lediglich seine Phantasie. Wenn man der Darstellung
von De Laborde aus dem Jahre 1826 Glauben schenken darf (Bild 34)(14), so
war der Bau vielmehr mit einem steinernen Zeltdach ber einem Hauptgesims
abgeschlossen, was eine in Asien sehr verbreitete, fr die armenischen
Kirchen noch heute typische und daher wohl glaubhafte Anordnung ist. So
ist Durms Rekonstruktion durch nichts begrndet.

  [Illustration: Bild 33. Centralbau von Binbirkilise.]

  [Illustration: Bild 34. Binbirkilise im Jahre, 1826 nach De Laborde.
  Links der Centralbau.]






                 "Mannus", Zeitschrift fr Vorgeschichte
           herausgegeben von *Professor Dr. Gustaf Kossinna*.
               _Einzelne Hefte_* sind *_nicht kuflich_*.*
                   _Abonnementspreis pro Jahr M. 16.-._

                   *Inhalts-Verzeichnis des I. Bandes:*

*Geleitwort.*
*Grndungsbericht* und
*Satzungen* der Deutschen Gesellschaft fr Vorgeschichte.

                            _I. Abhandlungen:_

*Kossinna, G.*, (Berlin), *Der Ursprung der Urfinnen und der
Urindogermanen und ihre Ausbreitung nach dem Osten*. I. Urfinnen und
Nordindogermanen. *Mit 25 Textabbildungen und 11 Tafeln.*

- -, *Der Ursprung der Urfinnen und Urindogermanen und ihre Ausbreitung
nach Osten*. II. Nordindogermanen und Sdindogermanen. *Mit 22
Textabbildungen und 13 Tafeln.*

*Montelius, O.*, (Stockholm), *Das Sonnenrad und das christliche Kreuz I.
Mit 40 Abbildungen im Text.*

- -, *Das Sonnenrad und das christliche Kreuz II.* (Fortsetzung und
Schluss.) *Mit 32 Textabbildungen.*

*Devoir, A.*, (Brest), *Urzeitliche Astronomie in Westeuropa*. *Mit 4
Textabbildungen und 3 Tafeln.*

*Rademacher, C.*, (Kln), *Die germanische Dorfanlage der Kaiserzeit* am
Fliegenberge bei Troisdorf, Siegkreis, Reg.-Bez. Kln. *Mit 4
Textabbildungen und 1 Tafel.*

*Schmidt, R. R.*, (Tbingen), *Das Aurignacien in Deutschland*.
Vergleichende Stratigraphie des lteren Jungpalolithikum. *Mit 3 Tafeln.*

*Weinzierl, R. R. von*, (Teplitz-Schnau), *bersicht ber die
Forschungsergebnisse in Nordbhmen. Mit 32 Textabbildungen und 1 Portrt.*

*Rieken, K.*, (Kottbus), *Drei Holzbrandpltze mit Steinkern aus der
Bronzezeit*. Aus der stdt. Abteilung des Niederlausitzer Museums fr
Altertumskunde in Kottbus N.-L. *Mit 11 Textabbildungen und 1 Tafel.*

                           _II. Mitteilungen:_

*Goetze, A.*, (Berlin), *Ostgotische Helme und symbolische Zeichen. Mit 4
Textabbildungen und 1 Tafel.*

*Hess von Wichdorff, H.*, (Berlin), *ber die ersten Anfnge
vorgeschichtlicher Erkenntnis im Ausgange des Mittelalters*. Ein Beitrag
zur Geschichte der vorgeschichtlichen Wissenschaft.

*Kossinna, G.*, (Berlin), Vergessener Bericht ber ein Urnengrberfeld der
Latne-Zeit (?) in Ermsleben, Mansfelder Gebirgskreis, vom Jahre 1710.
*Mit 1 Textabbildung.*

*Schneider, H.*, (Leipzig), *Rassereinheit und Kultur*.

*Wilke, G.*, (Chemnitz), *Der neue Skelettfund des Homo Aurignacensis
Hauseri. Mit 1 Textabbildung.*

*Beltz, R.*, (Schwerin), *Einige seltenere steinzeitliche Funde aus
Mecklenburg. Mit 2 Textabbildungen und 1 Tafel.*

*Mller-Brauel, H.*, (Zeven), *Der "Hexenberg" am Wege Brauel-Offensen,
Kr. Zeven*. Ein steinzeitlicher Grabhgel. Fundbericht von 1891. *Mit 16
Textabbildungen und 1 Tafel.*

*Waase, K.*, (Neu-Ruppin), *Mritzscher Funde*. Urnengrberfunde aus der
Leipziger Tieflandbucht. *Mit 2 Tafeln.*

*Hekler, A.*, (Budapest), *Eine neue Bronzebste eines Germanen. Mit 1
Textabbildung.*

*Schmidt, H.*, (Lbau), *Ergebnis meiner Wallforschung auf dem
Breitenberge bei Striegau in Schlesien. Mit 2 Textabbildungen.*

*Voges, Th.,* *Vorgeschichte des Dorfes Beierstedt bei Jerxheim.*

                     _III. Aus Museen und Vereinen:_

*Kiekebusch, A.*, (Berlin), Die vorgeschichtliche Abteilung des Mrkischen
Museums der Stadt Berlin. *Mit 5 Textabbildungen.*

*Blume, E.*, (Posen), *Aus der Provinz Posen*. Erwerbungen des Kaiser
Friedrich-Museums zu Posen. Juli-Dezember 1908.

- - *Aus der Provinz Posen*. Erwerbungen des Kaiser Friedrich-Museums zu
Posen vom Januar bis Juni 1909. *Mit 3 Textabbildungen.*

*Gnther, A.*, (Coblenz), *Das Museum des Kunst-, Kunstgewerbe- und
Altertum-Vereins fr den Regierungsbezirk Coblenz*.

*Rademacher, C.*, (Kln), *Prhistorisches Museum zu Kln*.

*Fuhse, F.*, (Braunschweig), *Stdtisches Museum Braunschweig. Mit 3
Textabbildungen.*

Deutsche Gesellschaft Naturw.-Abt. in Posen. Vortrag: *Blume*, Die
chronologische und ethnographische Methode der vorgeschichtl. Forschung.

Socit prhistorique de France.

Sitzungsberichte der Berliner Zweiggesellschaft der Deutschen Gesellschaft
fr Vorgeschichte.

                        _IV. Bcherbesprechungen._

            _V. Nachrichten._ *(Mit 3 Portrts und 1 Tafel.)*

--------------------------------------------------------------------------

              *I. Ergnzungs-Band zum "Mannus", enthaltend:*

   *Bericht ber die I. Hauptversammlung der Deutschen Gesellschaft fr
                              Vorgeschichte*

                    zu Hannover, 6. bis 9. August 1909

            herausgegeben vom I. Vorsitzenden der Gesellschaft

                     *Professor Dr. Gustaf Kossinna.*

    _7 Bogen mit 2 Tafeln und 4 Abbildungen im Text. - Preis Mk. 4.-._

_Vorzugspreis_* fr Mitglieder der Gesellschaft und Abonnenten des Mannus
                                Mk. 3.-.*

_Inhalt:_ Ansprachen und Weihereden. - *Festmahl:* Auffhrungen. -
_Vortrge:_* Kossinna*, _ber vorgeschichtlichen Handel in Mitteleuropa_.
- *Reimers*, _Beziehungen zwischen Vorgeschichte und Denkmalspflege_. -
*Hfer*, _Erforschung mittelalterlicher Burgen_. - *Olbricht*, _Klima der
postbaltischen Zeit und die vorgeschichtliche Chronologie_. - *Schwantes*,
_Slawische Skelettgrber bei Rassau (Provinz Hannover)_. - *Feyerabend*,
_Entstehung der Schlackenwlle und die verschiedenen Typen der Burgwlle
in der Oberlausitz_. - *Schmidt*, _Die sptpalolithischen Bestattungen
der Ofnet_. - _Diluvialarchologische Konferenz_. - *Schulz*, _Das
Theoderichgrabmal zu Ravenna und seine Stellung in der
Architekturgeschichte_. - *Bezzenberger*, _Ostpreussische
Grenzbeziehungen_. - *Knoke*, _Wanderung ber das Schlachtfeld des
Teutoburger Waldes_. - *Ausflge:* 1. _In die Lneburger Heide_, nach
Wohlde und zu den Sieben Steinhusern bei Sdbostel (8. August). 2. _Ins
Wesergebirge und in den Teutoburger Wald. Exkurs ber den Flurnamen
"Idistaviso" von_ Prof. *Kossinna*. 3. _Nach Sddeutschland_ zum Besuch
neugeordneter Sammlungen des deutschen Palolithikums (13.-16. August). -
*Schmidt*, _Geologische und archologische Ergebnisse seiner seit 1906
vorgenommenen Ausgrabungen sddeutscher Hhlen_. - *Schmidt*, _Die
diluvialprhistorische Sammlung deutscher Funde in Tbingen_.

Diese Vortrge bieten jedem Vorgeschichtsforscher reiches Interesse und
sind eine unentbehrliche Ergnzung zu dem Bilde von der Ttigkeit der
Gesellschaft im 1. Geschftsjahre. Teilnehmer und Nichtteilnehmer der I.
Hauptversammlung sollten daher nicht versumen, sich den Ergnzungsband
anzuschaffen. Der grosse Umfang des Tagungsberichts hat die Aufnahme in
den "Mannus" - die ursprnglich vorgesehen war - unmglich gemacht.

        *Verlag von Curt Kabitzsch in Leipzig, Drrienstrae 16.*

                            *Mannusbibliothek*

                           herausgegeben von
                       *Prof. Dr. Gustaf Kossinna.*

No. 1. *Wilke*, Dr. *Georg*, *Spiral-Mander-Keramik und Gefmalerei*.
(Hellenen und Thraker). III, 84 Seiten mit 100 Abbildungen im Text und 1
Tafel. 1910. Einzelpreis M. 8.10. - Vorzugspreis(15) M. 6.50.

No. 2. *Kimakowicz-Winnicki, M. von*, *Spinn- und Webewerkzeuge*.
Entwicklung und Anwendung in vorgeschichtlicher Zeit Europas. III, 70
Seiten mit 107 Textabbildungen. 1911. Einzelpreis M. 8.10. - Vorzugspreis
M. 6.50.

No. 3. *Schulz*, Prof. *Bruno*, *Das Grabmal des Theoderich zu Ravenna*
und seine Stellung in der Architekturgeschichte. 34 Seiten mit 34
Abbildungen im Text und 1 Titelbild. 1911. Einzelpreis M. 4.-. -
Vorzugspreis M. 3.15.

No. 4. *Bartelt*, Rektor *Wilhelm*, und *Waase*, Mittelschullehrer *Karl*,
*Die Burgwlle des Ruppiner Kreises*. Ein Beitrag zur Heimatkunde. III, 65
Seiten mit 1 Karte und 20 Tafeln, enthaltend 27 Lageplne, sowie 227
Abbildungen im Text. 1911. Einzelpreis M. 9.80. - Vorzugspreis M. 7.95.

No. 5. *Kropp, Philipp*, *Latnezeitliche Funde an der
keltisch-germanischen Vlkergrenze zwischen Saale und Weier Elster*. IV,
132 Seiten mit 167 Abbildungen und 2 Krtchen im Text. 1911. Einzelpreis
M. 15.30. - Vorzugspreis M. 12.25.

No. 6. *Kossinna*, Prof. Dr. *Gustaf*, *Die Herkunft der Germanen*. Zur
Methode der Siedlungsarchologie. 2. Aufl. Neudruck der Ausgabe von 1911
vermehrt durch Nachtrge und 9 Karten. II u. 30 Seiten mit 9 Karten. 1920.
Einzelpreis M. 10.-. Vorzugspreis M. 8.-. (Einband M. 8.-).

No. 7. *Wilke*, Dr. *Georg*, *Sdwesteuropische Megalithkultur* und ihre
Beziehungen zum Orient. IV, 181 Seiten mit 141 Abbildungen im Text. 1912.
Einzelpreis M. 13.50. - Vorzugspreis M. 10.80.

No. 8. *Blume*, Dr. *Erich*, *Die germanischen Stmme* und die Kulturen
zwischen Oder und Passarge zur rmischen Kaiserzeit. I. Teil: VI, 213
Seiten mit 256 Abbildungen im Text und auf 6 Tafeln nebst 1 Karte. 1912.
Einzelpreis M. 14.40. - Vorzugspreis M. 11.55.

No. 9. *Kossinna*, Prof. Dr. *Gustaf*, *Die deutsche Vorgeschichte* eine
hervorragend nationale Wissenschaft. 3. verbesserte Auflage. VII, 255
Seiten mit 456 Abbildungen im Text und auf 50 Tafeln. 1921. Einzelpreis M.
50.-. Vorzugspreis M. 40.-. (Einband M. 8.-).

No. 10. *Wilke*, Dr. *Georg*, *Kulturbeziehungen zwischen Indien, Orient
und Europa*. IV, 276 Seiten mit 216 Abbildungen im Text. 1913. Einzelpreis
M. 21.60 - Vorzugspreis M. 17.30.

                Hierzu der jeweilige Sortimenter-Zuschlag.

                               *"Mannus",*

                     *Zeitschrift fr Vorgeschichte*

              herausgegeben von *Prof. Dr. Gustaf Kossinna*.

Jhrlich 2-4 Hefte in zwangloser Folge, die zusammen einen stattlichen
Band mit vielen Tafeln und reichlichen Textabbildungen bilden. _Einzelne
Hefte sind nicht kuflich._

 _Bezugspreis der Bnde 7 bis 10: je M. 36.-; fr Band 11-12 (Doppelband)
                     M. 75.-; fr Band 13: Mk. 60.-._

_Der Bezug des 1. Heftes verpflichtet zur Abnahme der Fortsetzung bis zum
                           Schlu des Bandes._

Die ersten 6 Bnde sind nur noch in wenigen, bereits durch Nachdruck
ergnzten Exemplaren vorhanden, der regulre Bezugspreis davon ist
aufgehoben, der Verlag erteilt Interessenten auf Wunsch Auskunft, was die
Bnde jeweils kosten.

                *Gesellschaft fr Deutsche Vorgeschichte.*

  Frderung der Urgeschichte unseres Volkes ist jetzt nationale Pflicht,
    dies kann nicht besser geschehen als durch Beitritt zur genannten
                              Gesellschaft.

_Der Mitgliedsbeitrag_ der Gesellschaft fr deutsche Vorgeschichte betrgt
ab 1920 25 M., fr Mitglieder der Berliner Zweiggesellschaft 3 M. mehr;
die Einzahlung desselben hat an den Verlag von *Curt Kabitzsch, Leipzig*,
Drrienstrae 16 (Postscheckkonto Leipzig 54228), zu erfolgen.

_Neuanmeldungen_* sowie *_Abmeldungen_ sind entweder an den Vorsitzenden,
_Herrn Geh. Regierungsrat __Professor Dr. G. Kossinna,
Berlin-Lichterfelde, Karlstrasse 10_, oder an den Schatzmeister der
Gesellschaft, Herrn *Ernst Snethlage, Berlin NW 5*, Quitzowstrae 123 zu
richten.

        *Das Weib in anthropologischer und sozialer Betrachtung.*

                                  Von
                         *Dr. Oskar Schultze*,
           Professor der Anatomie an der Universitt Wrzburg.

                          _2. ergnzte Auflage._

        VI und 64 Seiten mit 11 Abbildungen im Text. 1920. M. 6.-.

"In ruhiger objektiver Weise werden die Unterschiede von Mann und Weib auf
Grund des anatomischen Baues und der Entwicklungsgeschichte an der Hand
guter Bilder geschildert. Bietet eine wahre Flle von gesichtetem,
wichtigen Zahlenmaterial aus der einschlgigen Literatur. Ein sehr
interessantes hchst lesenswertes Buch".

                                        "Bayr. rztl. Korrespondenzblatt."

           *Vor- und frhgeschichtliche Altertmer Thringens.*

    Im Auftrage Thringischer Geschichtsvereine und wissenschaftlicher
    Korporationen mit Untersttzung der Staatsregierungen von Preuen,
     Sachsen-Weimar, Sachsen-Coburg-Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt und
               Schwarzburg-Sondershausen herausgegeben von

Prof. Dr.                 Sanittsrat Dr.    Prof. Dr.
*A. Gtze*                *P. Zschiesche*    *P. Hfer*
Berlin-Grolichterfelde   Erfurt             Wernigerode

   XLI und 466 S. mit 24 Lichtdrucktafeln, einer bersichts- und einer
                         archologischen Karte.
                                 M. 36.-.

                Hierzu der jeweilige Sortimenter-Zuschlag.

             Universittsdruckerei H. Strtz A. G., Wrzburg.

           _Curt Kabitzsch_ (A. Stuber's Verlag) in _Wrzburg_.

                         *Mannusbibliothek*(16)
                           herausgegeben von
                     *Professor Dr. Gustaf Kossinna.*

                                 _No. 1._

               *Spiral-Mander-Keramik und Gefssmalerei.*

                         *Hellenen und Thraker.*

                          Von *Dr. Georg Wilke*.

               :: Mit 100 Textabbildungen und 1 Tafel. ::
                        *Einzel-Preis Mk. 4.50.*
 *Subskriptionspreis, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, Mk. 3.60.*

Die vorliegende Studie soll einen Beitrag zur Lsung des neuerdings wieder
so aktuell gewordenen Indogermanenproblems bilden, indem sie an der Hand
der archologischen Tatsachen die Herkunft der ltesten thrakischen und
hellenischen Stmme Nord-Griechenlands aufzuklren sucht.

                                 _No. 2._

                       *Spinn- und Webewerkzeuge.*

     *Entwicklung und Anwendung in vorgeschichtlicher Zeit Europas.*

                                   Von
                      *M. von Kimakowicz-Winnicki*
            *Museumsdirektor in Hermannstadt (Siebenbrgen).*

           Mit 107 Textabbildungen. *Einzel-Preis Mk. 4.50.*
*Subskriptions-Preis, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, Mk. 3.60.*

Diese Arbeit soll in erster Linie auf die verfehlte Forschungsrichtung in
der vorgeschichtlichen Webetechnik aufmerksam machen. Sie enthlt ferner
eine Anzahl neuer Gesichtspunkte und Deutungen, die auf Grundlage eines
eingehenden Studiums der gesamten Textiltechnik festgestellt werden
konnten. *Sie ist nicht nur fr den Prhistoriker, sondern auch fr den
Ethnographen, Technologen und andere von Interesse.*

                                 _No. 3._

                *Das Grabmal des Theoderich zu Ravenna*
            *und seine Stellung in der Architekturgeschichte*

                          Von _Bruno Schulz_,
    ord. Professor fr Architektur an der Kgl. Technischen Hochschule
                                Hannover.

              Mit 34 Textabbildungen und einem Titelbild.
                        *Einzelpreis Mk. 2.20.*
 *Subskriptionspreis, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, Mk. 1.75.*

                                 _No. 4._

                  _Die Burgwlle des Ruppiner Kreises._

                      *Ein Beitrag zur Heimatkunde.*

                                  Von
Rektor *Wilhelm Bartelt* und Mittelschullehrer *Karl Waase* in Neuruppin.

   Mit 1 Karte und 20 Tafeln, enth. 27 Lageplne und 227 Abbildungen.
                        *Einzel-Preis Mk. 5.50.*
   *Subskriptions-Preis*, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, *Mk.
                                  4.40*.

                                 _No. 5._

*Latnezeitliche Funde an der keltisch-germanischen Vlkergrenze zwischen
                        Saale und Weisser Elster.*

                        Von *Philipp Kropp*-Jena.

         *8 Bogen* mit 167 Abbildungen und 2 Krtchen im Text.
           *Einzelpreis Mk. 8.50, Subskriptionspreis Mk. 6.80.*

                                 _No. 6._

                       *Die Herkunft der Germanen.*

                  Zur Methode der Siedlungsarchologie.

                   Von *Professor Dr. Gustaf Kossinna*.

                      2 Bogen mit einem Krtchen.
           *Einzelpreis Mk. 1.50. Subskriptionspreis Mk. 1.20.*

                     Als _No. 7_ ist in Vorbereitung:

     *Sdeuropische Megalithkultur und ihre Beziehungen zum Orient *

                          Von *Dr. Georg Wilke*.

         Mit etwa 150 Textabbildungen. *Einzelpreis ca. Mk. 6.-,
Subskriptionspreis*, wenn auf die ganze Serie abonniert wird, *Mk. 4.80*.

In Vorbereitung:

                                 _No. 8._

                       *Die germanischen Stmme*
                                   und
   *die Kulturen zwischen Oder und Passarge zur rmischen Kaiserzeit.*

                       Von *Dr. Erich Blume*-Posen.

                Ca. 12-15 Bogen mit ca. 200 Abbildungen.
       *Einzelpreis etwa Mk. 9.-, Subskriptionspreis etwa Mk. 7.-.*

         *Die vor- und frhgeschichtlichen Altertmer Thringens*

    im Auftrage Thringischer Geschichtsvereine und wissenschaftlicher
   Korporationen mit Untersttzung der Staatsregierungen von Preussen,
     Sachsen-Weimar, Sachsen-Coburg-Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt und
                       Schwarzburg-Sondershausen
                            herausgegeben von

*Prof. Dr.                 *Sanitts-Rat Dr.   *Prof. Dr.
A. Gtze*                  P. Zschiesche*      P. Hfer*
Berlin-Grosslichterfelde   Erfurt.             _Wernigerode_

        Mit 24 Lichtdrucktafeln und einer archologischen Karte.
                _Preis brosch. Mk. 20.-, gebd. Mk. 22.-._

Im Text gibt zunchst Zschiesche Auskunft ber die Entstehung des
mhevollen Unternehmens, dann Gtze eine ausfhrliche und sehr lesenswerte
bersicht ber die Vor- und Frhgeschichte Thringens. Als Kern des Werkes
folgt hierauf das von den drei Autoren bearbeitete Fundverzeichnis (400
S.), ein von Hfer verfasstes wertvolles Literaturverzeichnis (43 S.),
Ortsregister und Tafelerluterung. Die vorzglich ausgefhrten
Lichtdrucktafeln beruhen zum grssten Teil auf eigens fr das Werk
hergestellten photographischen Aufnahmen und gewhren einen vollen
berblick ber den Reichtum Thringens an hchst bemerkenswerten Funden
aus allen alten Kulturperioden Europas ..... Die drei Autoren haben _eine
Musterarbeit_ geliefert, auf welche sie selbst und das Land, dem sie
gewidmet ist, stolz sein knnen.

      "_Korrespondenzblatt d. Deutsch. Geschichts- und Altertumsvereine_".

     _Die neuesten Ergebnisse der Palontologie des Menschen und das
             Abstammungsproblem der heutigen Menschenrassen_

  von *Professor Dr. Joh. Sobotta-Wrzburg*. Mit 4 Abbildungen im Text.
                            Preis Mk. *1.50*.

          Knigl. Universittsdruckerei H. Strtz A.G., Wrzburg





                                FUSSNOTEN


    1 Essenwein A., Die Ausgnge der klassischen Kunst, Handbuch d. Arch.
      Teil II, Bd. 3, erste Hlfte. Darmstadt 1886.

    2 Zeitschrift fr bildende Kunst, Jahrg. 1906-07.

    3 Zeitschrift fr Gesch. d. Arch. I, 1 u. 2.

    4 Durm, Die Baukunst der Rmer, Handb. d. Arch. II, Bd. 2.

    5 Die Wand und ihre knstlerische Behandlung von Oskar Bie, in dem
      Sammelwerk "Die Kunst" von Richard Muther, S. 4.

    6 Vergl. Bruno Schulz, Bogenfries und Giebelreihe in der rmischen
      Baukunst, Jahrb. des kaiserl. archolog. Instituts, Bd. XXI, 1906,
      S. 221 ff.

    7 Nach A. Haupt, Die lteste Kunst insbesondere die Baukunst der
      Germanen. Leipzig, 1909. Abb. 55.

    8 M. E. Isabelle, Les difices circulaires et les dmes. Paris 1855.

    9 Mon. Germ.  VII, S. 106.

   10 Mon. Germ.  III, S. 781.

   11 Felix Dahn, Die Knige der Germanen III. Abt., S. 168-172.

   12 Carl Holzmann, Binbirkilise, Hamburg 1904.

   13 Nach Joseph Strzygowski, Kleinasien, ein Neuland der
      Kunstgeschichte, Leipzig 1903.

   14 Nach Joseph Strzygowski, Kleinasien, ein Neuland der
      Kunstgeschichte, Leipzig 1903.

   15 Der Vorzugspreis tritt ein, wenn auf die Sammlung abonniert wird
      oder von den bereits vorliegenden Bnden mindestens 4 auf einmal
      bestellt werden. Gebunden kostet jeder Band M. 4.- bis M. 10.- mehr.

   16 Die bisher als "Darstellungen frh- und vorgeschichtlicher Kultur-,
      Kunst- und Vlkerentwicklung" und als "Forschungen zur Frh- und
      Vorgeschichte Europas" erschienenen beiden Serien werden unter dem
      Titel "Mannusbibliothek" vereinigt und fortgesetzt. Den Abonnenten
      der einen oder anderen frheren Serie steht das Recht zur Ergnzung
      zum Vorzugspreise zu. Umschlge mit dem neuen Titel liefert der
      Verlag auf Verlangen gratis.





                       BEMERKUNGEN ZUR TEXTGESTALT


Die Funoten sind im Original je Seite neugezhlt. Sie wurden in der
elektronischen Fassung am Ende zusammengefasst.

Die Abbildungen wurden nach dem jeweiligen Absatz positioniert, in dem sie
erwhnt werden. Seiten, die nur Abbildungen enthalten, fehlen deswegen in
der Paginierung. Das Abbildungsverzeichnis wurde in der elektronischen
Fassung hinzugefgt.

Die Anzeigen auf den letzten Seiten sind im Original teilweise in Fraktur
gesetzt, der Rest des Buches in Antiqua. Der Wechsel der Schriftart ist in
der elektronischen Fassung nicht wiedergegeben.

Korrektur von offensichtlichen Druckfehlern:

      Werbeseite: Gedankenstrich ergnzt vor "Frdin"
      Werbeseite: Punkt ergnzt hinter "M"
      Legende zu Bild 18: "Sulenkapitel" gendert in "Sulenkapitell"
      Seite 27: "protospalarius" gendert in "protospatarius"
      Seite 29, Funote: "die" gendert in "Die"
      Werbeseite: "france" gendert in "France"

Kommasetzung wurde nicht verndert, Schreibvarianten wie
"dicula/Aedicula", "Baalbek/Baalbeck", "Boetius/Botius" wurden nicht
vereinheitlicht.





***END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS GRABMAL DES THEODERICH ZU RAVENNA UND SEINE STELLUNG IN DER ARCHITEKTURGESCHICHTE***



                                 CREDITS


March 1, 2010

            Project Gutenberg TEI edition 1
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            the Online Distributed Proofreading Team at
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"Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be used on or
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                                   1.C.


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                                   1.D.


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trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.


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If an individual Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic work is posted with the
permission of the copyright holder, your use and distribution must comply
with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional terms imposed
by the copyright holder. Additional terms will be linked to the Project
Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} License for all works posted with the permission of the
copyright holder found at the beginning of this work.


                                  1.E.4.


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                                  1.E.9.


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                                   1.F.


                                  1.F.1.


Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable effort to
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paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS,' WITH NO OTHER
WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO
WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.


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Some states do not allow disclaimers of certain implied warranties or the
exclusion or limitation of certain types of damages. If any disclaimer or
limitation set forth in this agreement violates the law of the state
applicable to this agreement, the agreement shall be interpreted to make
the maximum disclaimer or limitation permitted by the applicable state
law. The invalidity or unenforceability of any provision of this agreement
shall not void the remaining provisions.


                                  1.F.6.


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additions or deletions to any Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} work, and (c) any Defect
you cause.


                               Section  2.


           Information about the Mission of Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}


Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} is synonymous with the free distribution of electronic
works in formats readable by the widest variety of computers including
obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists because of the
efforts of hundreds of volunteers and donations from people in all walks
of life.

Volunteers and financial support to provide volunteers with the assistance
they need, is critical to reaching Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}'s goals and ensuring
that the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} collection will remain freely available for
generations to come. In 2001, the Project Gutenberg Literary Archive
Foundation was created to provide a secure and permanent future for
Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} and future generations. To learn more about the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation and how your efforts and donations
can help, see Sections 3 and 4 and the Foundation web page at
http://www.pglaf.org.


                                Section 3.


   Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation


The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the state of
Mississippi and granted tax exempt status by the Internal Revenue Service.
The Foundation's EIN or federal tax identification number is 64-6221541.
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extent permitted by U.S. federal laws and your state's laws.

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S. Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
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1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact information
can be found at the Foundation's web site and official page at
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For additional contact information:


    Dr. Gregory B. Newby
    Chief Executive and Director
    gbnewby@pglaf.org


                                Section 4.


  Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive
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                                Section 5.


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***FINIS***
